Ancona 2008

Samstag, 22. März 2008 um 00:00 Administrator
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von Sonny4Animals

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Viele haben auf den Jahrestag der Ancona-Hunde gewartet. Schließlich hieß es ja: nach einem Jahr muß nach italienischen Recht eine Entscheidung fallen.

Was geschah zum Jahrestag?

Nichts - bisher...

Ich kann diese Selbstherrlichkeit der zuständigen Stellen wirklich nicht mehr nachvollziehen.

Was soll das? Man verhält sich dort gerade so, als gäbe es nicht genug "streunende" Hunde in Italien, die zu einem absolut unwürdiges Leben dort verurteilt sind, verhungern, überfahreren werden und einfach nur so totgeschlagen.

Als bräuchte man die Hunde aus Griechenland auch noch...

Die ursprünglichen Gründe, dass die aus Griechenland kommenden Hunde in deutschen Versuchslaboren landen, oder auch andere fadenscheinige Begründungen, konnten mehr als einmal beweiskräftig ausgeräumt werden.

Alle, immer wieder aufs neue eingeforderten Nachweise und Unterlagen wurden geduldig immer wieder neu erbracht und vorgelegt.

Um wieder neu gefordert zu werden...

Was in Ancona mit den Tieren geschieht - nicht zum ersten Male, wie wir wissen - ist eine Farce. Eine Unverschämtheit. Ein Schlag ins Gesicht aller, die noch an Recht und Gerechtigkeit glauben oder auch nur noch einen Hauch von Glauben haben oder hatten.

Ist Zeichen einer Verächtlichkeit gegenüber allen nichtmenschlichen Lebensformen. Zeichen auch der Verachtung gegenüber denen, die sich für genau dieses Leben einsetzen.

Viele haben alles ihnen mögliche getan, um den Hunden dort zu helfen - sie aus den Verliesen italienischer Tierheime und von nackten Betonböden herauszuholen und ihren legitimen Eigentümern zuzuführen.

Aber offensichtlich können die Verantwortlichen in Ancona das Recht mit Füssen treten.

Ich klage deshalb an.

Die zuständigen italienischen Behörden, wegen ihrer bornierten Art und Weise, ihrer Ignoranz und Unmenschlichkeit.

Die deutschen Politiker, die alle (!!) mehrfach angeschrieben, und um Hilfe gebeten wurden - es aber nicht für notwendig erachtet haben, überhaupt sinnvoll zu reagieren.

Die vielen, vielen Prominenten, die ebenfalls um Hilfe gebeten nur weggeschaut haben. Mit ganz wenigen Ausnahmen.

Die Menschen, die aufgrund von persönlichen Erlebnissen einen Rassenhass pflegen, der über Leichen - in diesem Fall Tierleichen - geht ; Menschen, die korrumpieren, denunzieren und alles zum Zwecke der Befriedigung persönlicher Rache, ihrer Profilneurose oder anderer krankhafter Veränderungen der Persönlichkeit.

Menschen, die zulassen, dass im eigenen Land Tiere auf offener Strasse gequält und getötet werden.

Die Massenmedien - von ARD bis zur Frankfurter Allgemeinen, vom Focus bis zum Stern, von RTL bis SAT1 - die offensichtlich keine "Quote" witterten in der "Story" um die Ancona Hunde....

Die involvierten "Rechtsgelehrten", die nur Profit aus den Tieren schlagen wollten

Die Liste lässt sich unendlich weiterführen.

Aber die Hunde sitzen noch immer in ihren italienischen Gefängnissen, schauen ungläubig in den kalten nächtlichen Himmel und fragen sich: "Was macht ihr nur mit uns"

Morgen feiert die christliche Welt das Osterfest.

Toll.

Selbst der Vatikan, bzw. der Papst selbst hatten es nicht nötig, auf unsere Mails und Informationen zu reagieren.

Frohe Ostern...

Wir werden nicht aufgeben. Werden weitermachen und solange "nerven" bis was geschieht.

Aber langsam verzweifeln auch wir.

An solchen Menschen.



Jochen - sonny4animals