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Kätzchen elendig verhungert

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Ahlen. Das Gejaule ist verstummt: Tagelang waren zwei Katzen in einer Dachgeschosswohnung am Altehautskamp eingesperrt ; ohne Nahrung und jegliche menschliche Zuneigung (die „AZ“ berichtete). Nun sind beide gestorben. Ursula Grinsch, Vorsitzende des Ahlener Tierschutzvereins, findet kaum Worte für das, was am Wochenende geschehen ist.

Man muss sich nicht wundern, dass die Tiere jetzt tot sind, wenn es so lange dauert, bis die Menschen wach werden, beklagt die Tierschützerin. „Das Schlimmste ist für mich, dass so viele Menschen helfen wollten, und es trotzdem nichts gebracht hat. Die „AZ-Berichterstattung vom vergangenen Samstag habe eine Welle der Anteilnahme ausgelöst. „Das Telefon stand nicht still. Einer bot sogar an, die Tür der Wohnung aufzubrechen, so aufgebracht war er.




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Kätzchen elendig verhungert

Die Mitstreiter des Tierschutzvereins wälzen nun Akten ; auf der Suche nach Hinweisen auf die verschollene Tierquälerin.
Die Mitstreiter des Tierschutzvereins wälzen nun Akten ; auf der Suche nach Hinweisen auf die verschollene Tierquälerin.
(Foto: Sebastian Schnuepfeil)


Ahlen. Das Gejaule ist verstummt: Tagelang waren zwei Katzen in einer Dachgeschosswohnung am Altehautskamp eingesperrt ; ohne Nahrung und jegliche menschliche Zuneigung (die „AZ berichtete). Nun sind beide gestorben. Ursula Grinsch, Vorsitzende des Ahlener Tierschutzvereins, findet kaum Worte für das, was am Wochenende geschehen ist.

„Man muss sich nicht wundern, dass die Tiere jetzt tot sind, wenn es so lange dauert, bis die Menschen wach werden, beklagt die Tierschützerin. „Das Schlimmste ist für mich, dass so viele Menschen helfen wollten, und es trotzdem nichts gebracht hat. Die AZ-Berichterstattung vom vergangenen Samstag habe eine Welle der Anteilnahme ausgelöst. Das Telefon stand nicht still. Einer bot sogar an, die Tür der Wohnung aufzubrechen, so aufgebracht war er.


Ähnliche Erfahrungen machte Anja Thiemann, die durch ihre Aufmerksamkeit die Geschichte erst ins Rollen gebracht hatte. Ich habe getan, was ich konnte, und verstehe nicht, warum keine der offiziellen Stellen eingeschritten ist, bedauert sie. Immerhin hätte es doch auch sein können, dass die Katzeneigentümerin selbst irgendwo hilflos in der Wohnung liegt. Dieser Verdacht bestätigte sich beim Inspizieren der Dachgeschosswohnung nicht. Doch die einstige Katzenhalterin ist noch immer verschollen.

Inzwischen habe sich aber der Vater der Frau gemeldet, in deren Wohnung die beiden Stubentiger bis zu ihrem Tod vegetierten, berichtet Daniela Lentsch, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Mammut-Tierheims. Nach dessen Angaben soll seine Tochter aber schon im April vorigen Jahres aus der Wohnung am Altehautskamp ausgezogen sein. Anwohner bestätigten aber, dass die als sammelwütig bekannte Frau in den Vormonaten noch sporadisch aufgetaucht sei. Zu seiner Tochter habe er seit Jahren keinen Kontakt mehr, soll der Vater bekundet haben.


Jetzt durchforsten die Mitstreiter des Tierschutzvereins Berge von Akten. Es wäre immerhin möglich, dass die beiden verstorbenen Katzen aus dem Tierheim stammen. Wenn ja, wäre es für Ursula Grinsch einfacher, gegen die Frau vorzugehen. Unabhängig davon will sie aber noch in dieser Woche bei der Polizei Anzeige wegen Tierquälerei erstatten. Manche Menschen verdienen es nicht, jemals wieder ein Tier in ihre Obhut zu bekommen, lautet das Fazit von Ursula Grinsch.

http://www.ahlener-zeitung.de/lokales/kreis_warendorf/ahlen/?em_cnt=184067

siehe auch: http://www.ahlener-zeitung.de/lokales/kreis_warendorf/ahlen/Katzen_warten_auf_Rettung.html

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